CORRECTIV veranstaltungen

Veranstaltungen

CORRECTIV lädt ein

Mit unseren regelmäßigen Veranstaltungen möchten wir alle Interessierten einladen, bei Lesungen, Workshops und Diskussionsrunden neue Informationen und Anregungen zu gewinnen und sich am Austausch mit Referenten und Gästen zu beteiligen.

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06.11.2018 • Berlin

Wem gehört Mitte?

Mit Ephraim Gothe, Baustadtrat von Mitte, diskutieren wir über einen der am schnellsten wachsenden Bezirke Berlins. Es soll um Vorkaufsrecht, Verdrängung, Verdichtung, Neubau und steigende Mieten gehen. Mit dabei ist unter anderem die Initiative #zusammenfürwohnraum, die aus dem Hausverkauf an der Amsterdamer Straße Ecke Malplaquetstraße in Wedding entstanden ist. Auch Investoren sollen zu Wort kommen – und mit Ihnen diskutieren (Anfragen laufen). Moderiert wird die Veranstaltung von Mitte-Newsletter-Autorin Laura Hofmann.   Das Event ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung für bessere Planbarkeit.
„Fake News und Lügenpresse“ - Wir wollen diskutieren
12.11.2018 • Kassel

„Fake News und Lügenpresse“ – Wir wollen diskutieren

Der AStA der Universität Kassel und CORRECTIV laden zur Podiumsdiskussion:

„Fake News“ sorgen für ein schwindendes Vertrauen in die großen Nachrichtenvermittler. Meldungen die Hass sähen und Vertrauen schwinden lassen sind ein allgegenwärtiges Phänomen. Warum ist das so? Was sind die Lösungsansätze? Darüber will CORRECTIV-Reporter Marcus Bensmann mit Ihnen diskutieren.

Umsonst & drinnen! Wir freuen uns auf Sie!

Wo? Kulturzentrum K19 | Moritzstr. 19 | 34127 Kassel
Wann? Montag | 12. November | 19 Uhr


Referenten:

Marcus Bensmann ist Reporter bei CORRECTIV.

Von 1994 bis 2014 arbeitete Marcus in Zentralasien, den Kaukasus, Afghanistan, Iran und Irak für deutsche, Schweizer und japanische Medien, unter anderem für den WDR, die „Neue Zürcher Zeitung“, „Shukhan Post“ und die „Tageszeitung“. Marcus berichtete von vor Ort über Kriege, Geiselnahmen, und ethnischen Unruhen. Seine Themen in Zentralasien und dem Kaukasus waren Machtmissbrauch und Korruption, sowie die Zusammenarbeit der Bundesregierung und der EU mit den Despoten. In Usbekistan und Tadschikistan darf er nicht mehr als Journalist arbeiten. Für die Herrschenden in Taschkent gilt er als „Informationsterrorist“.

Angst vor den Anderen: Warum sich Gesellschaften weltweit abschotten
13.11.2018 • Essen

Angst vor den Anderen: Warum sich Gesellschaften weltweit abschotten

Kaum einen Sprechchor stimmen Anhänger von US-Präsident Trump so leidenschaftlich an wie diesen: »Build that wall!« – Bau die Mauer! Dass wir uns in einer Ära der Mauern und des Grenzschutzes befinden, wird aber nicht nur in den USA deutlich: Heute gibt es weltweit mehr als dreimal so viele Grenzzäune, Mauern und Absperrungen wie zu Zeiten des Kalten Kriegs. Zusammengenommen sind sie 41.000 km lang, aneinandergereiht würden sie einmal um die ganze Erde reichen. Auch die EU baut kräftig mit, in Afrika und anderswo. Mauern schließen diejenigen aus, die unerwünscht sind, und zementieren Ungleichheit: Reiche schützen sich vor Armen, Gewinner vor Verlierern. Dabei lenkt der neue Mauerboom davon ab, dass die großen Probleme der Menschheit keine Grenzen kennen: Weder Klimawandel noch Terrorismus, Hunger oder Seuchen machen vor Mauern Halt.

Die Weltreporter sind diese Grenzen auf verschiedenen Kontinenten entlang gereist. Sie haben Baustellen besucht und Architekten, Unternehmer und Politiker getroffen, Grenzschützer, Schleuser und Flüchtlinge gesprochen. Wir wollen mit Marc Engelhardt über Recherchen, Schicksale und Hintergründe des Mauerbooms sprechen.

Wo? Der CORRECTIV Buchladen | Akazienallee 10 | 45127 Essen
Wann? Dienstag | 13. November | 19 Uhr

„Fake News und Lügenpresse“ - Wir wollen diskutieren
15.11.2018 • Rostock

„Fake News und Lügenpresse“ – Wir wollen diskutieren

Der AStA der Universität Rostock und CORRECTIV laden zur Podiumsdikussion - dieses Mal im schönen Rostock:

„Fake News“ sorgen für ein schwindendes Vertrauen in die großen Nachrichtenvermittler. Meldungen die Hass sähen und Vertrauen schwinden lassen sind ein allgegenwärtiges Phänomen. Warum ist das so? Was sind die Lösungsansätze? Darüber will CORRECTIV-Reporter Frederik Richter mit Kristin Zimmermann (Lokalradio LOHRO) und Ihnen diskutieren.

Umsonst & drinnen! Wir freuen uns auf Sie!

Wo? Peter-Weiss-Haus e.V. | Doberaner Straße 21 | 18057
Wann? Donnerstag | 15. November | 19 Uhr


Referenten:

Frederik Richter (Stellvertretender Chefredakteur bei CORRECTIV): 

Vor seinem Einstieg bei CORRECTIV 2015 hat Frederik zehn Jahre im Nahen Osten und Südostasien als Korrespondent der Nachrichtenagentur Reuters und als freier Journalist gearbeitet. In Bahrain deckte er einen Bankenskandal auf und berichtete über den arabischen Frühling. Heute bekommt er ständig Post von Anwälten – und würde lieber wie damals nachts am Telefon angeschrien werden. Das Tränengas hingegen vermisst er nicht.

Kristin Zimmermann (Fachanleiterin beim lokalen Radiosender LOHRO):

Im entwicklungspolitischen Magazin GlobalLokal will Kristin globale Zusammenhänge greifbar machen. 

Seit Mai will das Freie Radio LOHRO mit dem Projekt „Radio Utopia“ in Rostock nachhaltige Themen stärken. Mit Radio Utopia bekommen Menschen, die für eine gerechtere Welt eintreten, die Möglichkeit, ihre Themen ins Radio zu bringen. Sie organisieren dazu Einstiegs-Seminare in den Radiojournalismus und sind davon überzeugt, dass eine bessere Welt vor Ort beginnt.

Deshalb sind sie besonders an Geschichten aus Rostock und Umgebung interessiert, die nah an den Hörer*innen sind. Aber auch die globale Perspektive darf nicht fehlen: Welche Auswirkungen hat unser Handeln hier in anderen Teilen der Welt? Wie können wir voneinander lernen? Radio Utopia erarbeitet Themen anhand der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (UN Sustainable Development Goals). In den Radiobeiträgen sollen Probleme aufgezeigt werden, aber mögliche Lösungen nicht vorenthalten. Konstruktiver Journalismus nennt sich der Ansatz, der so gar nicht zur Binsenweisheit „Only bad news are good news“ passen will. Hinweise und Feedback von Hörer*innen beziehen sie aktiv in ihre Arbeit ein.


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15.11.2018 • Hamburg

Theaterstück: Cum-Ex Papers – Eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen

Termine

26.-28.10.18 Lichthof Theater, Hamburg Tickets
28.10.18 Lichthof-Theater, Hamburg (Diskussion) Tickets
15.-18.11.18 Lichthof Theater, Hamburg Tickets

Info

Ein Jahr recherchierten Journalistinnen und Journalisten aus zwölf Ländern im Verborgenen: Mindestens 55 Milliarden Euro ließen sich Investoren, Banken und Börsenspekulanten unrechtmäßig als Steuer vom Fiskus erstatten. Eine völlig neue Dimension der Finanzkriminalität. Die Sensation: Ein Insider packte aus und eröffnet damit eine neue Perspektive: Was hat es zu bedeuten, wenn sich Reiche auf Kosten der Gemeinschaft weiter bereichern?

Die CUM-EX PAPERS hatten die einmalige Gelegenheit, das Innenleben der Finanzwelt und des investigativen Journalismus dokumentieren zu dürfen. Die maßlose Gier auf der einen und die Spannung rund um den Scoop auf der anderen Seite entwickeln einen enormen Sog: Wie 'Wall Street' und 'Spotlight' in einem.

Im Stile eines Wirtschaftsthrillers bringt CUM-EX PAPERS den vermutlich komplexesten Finanzskandal der Jetztzeit auf die Bühne. Genretypische Elemente entwickeln einen dramaturgischen Sog. Doch die Gewissheiten der bekannten Erzählmuster verschwimmen zusehends. Was ist echt? Wen trifft die Schuld? Wie konnte das überhaupt passieren?

Helge Schmidt ist als freier Regisseur, sowohl in der freien Szenen Hamburgs als auch am Stadttheater aktiv. Seine Arbeiten wurden mehrfach zu Festivals eingeladen. Mit seinem Team wurde er für Weltverbesserungstheater in der Kritikerumfrage der Deutschen Bühne für die herausragende Inszenierung der Spielzeit 17/18 nominiert.

Von und mit: Ruth Marie Kröger, Jonas Anders und Günter Schaupp Recherche und Text: Franziska Bulban und Alexandra Rojkov Regie: Helge Schmidt Choreographie: Jonas Woltemate Ausstattung: LANIKA (Lani Tran-Duc und Anika Marquardt) Video: Johanna Seitz Musik: Frieder Hepting Licht: Sönke C. Herm Produktionsleitung: Zwei Eulen Produktionsassistenz: Laura Uhlig

Gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Fonds Darstellende Künste, Rusch-Stiftung, NFT - Netzwerk Freier Theater, Gemeinnützige Treuhandstelle Hamburg e.V.

Support by Probebühne im Gängeviertel.

Lichthof Theater
Mendelssohnstr. 15
22761 Hamburg

Tickets

Tickets
theaterstueck
22.11.2018 • Berlin

Theaterstück: Cum-Ex Papers – Eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen

Termine

22.–24.11.18 Theaterdiscounter, Berlin Tickets

Info

Ein Jahr recherchierten Journalistinnen und Journalisten aus zwölf Ländern im Verborgenen: Mindestens 55 Milliarden Euro ließen sich Investoren, Banken und Börsenspekulanten unrechtmäßig als Steuer vom Fiskus erstatten. Eine völlig neue Dimension der Finanzkriminalität. Die Sensation: Ein Insider packte aus und eröffnet damit eine neue Perspektive: Was hat es zu bedeuten, wenn sich Reiche auf Kosten der Gemeinschaft weiter bereichern?

Die CUM-EX PAPERS hatten die einmalige Gelegenheit, das Innenleben der Finanzwelt und des investigativen Journalismus dokumentieren zu dürfen. Die maßlose Gier auf der einen und die Spannung rund um den Scoop auf der anderen Seite entwickeln einen enormen Sog: Wie 'Wall Street' und 'Spotlight' in einem.

Im Stile eines Wirtschaftsthrillers bringt CUM-EX PAPERS den vermutlich komplexesten Finanzskandal der Jetztzeit auf die Bühne. Genretypische Elemente entwickeln einen dramaturgischen Sog. Doch die Gewissheiten der bekannten Erzählmuster verschwimmen zusehends. Was ist echt? Wen trifft die Schuld? Wie konnte das überhaupt passieren?

Helge Schmidt ist als freier Regisseur, sowohl in der freien Szenen Hamburgs als auch am Stadttheater aktiv. Seine Arbeiten wurden mehrfach zu Festivals eingeladen. Mit seinem Team wurde er für Weltverbesserungstheater in der Kritikerumfrage der Deutschen Bühne für die herausragende Inszenierung der Spielzeit 17/18 nominiert.

Von und mit: Ruth Marie Kröger, Jonas Anders und Günter Schaupp Recherche und Text: Franziska Bulban und Alexandra Rojkov Regie: Helge Schmidt Choreographie: Jonas Woltemate Ausstattung: LANIKA (Lani Tran-Duc und Anika Marquardt) Video: Johanna Seitz Musik: Frieder Hepting Licht: Sönke C. Herm Produktionsleitung: Zwei Eulen Produktionsassistenz: Laura Uhlig

Gefördert durch: Behörde für Kultur und Medien Hamburg, Fonds Darstellende Künste, Rusch-Stiftung, NFT - Netzwerk Freier Theater, Gemeinnützige Treuhandstelle Hamburg e.V.

Support by Probebühne im Gängeviertel.

THEATERDISCOUNTER Klosterstraße 44 / D–10179 Berlin info(at)theaterdiscounter.de +49 (30) 28 09 30 62

Tickets

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50 Werkzeuge für bessere Sätze
24.11.2018 • Berlin

50 Werkzeuge für bessere Sätze

Worum geht's?

Ein Praxis-Workshop für Redakteurinnen und Reporter, Werberinnen und Pressesprecher, Wissenschaftlerinnen und Blogger, Aktivistinnen und Studenten. 

Dieses Seminar will Ihrer Sprache ihre Tiefe zurückgeben. Ihre Schönheit. Hier soll es, ganz vermessen, darum gehen, interessanter zu schreiben. Rhetorischer. Rhythmischer. Ausdrucksvoller.

Zunächst besprechen wir die Stärken und die Schwächen Ihrer Texte, schauen, was Sie ändern können, damit Sie durchdringen. Gemeinsam redigieren wir ausgewählte Passagen live am Beamer, und glauben Sie mir: Noch jeder ist bei dieser Kritik gewachsen. Und hat sich danach größer, nicht kleiner gefühlt.

Danach stelle ich Beispiele interessanter Sprache vor. Zusammen analysieren wir deren Mechanik. Warum wirkt dieser Text so und jener anders? Wie lässt sich das benennen? Was ist das Grundprinzip des Erzählens? Es sind Beispiele aus der Literatur und aus dem Journalismus. Das sind unsere Blaupausen.

Schon beginnt die Praxis: Allein, gemeinsam und in Zweierteams schreiben wir eigene Texte nach diesen Vorlagen um. Schlüpfen in die Haut anderer Sprachstile, spielen mit den Ausdrucksformen – und stimulieren so unsere Schreibmuskeln.

Am Ende dieses Wochenendes haben wir gemeinsam jene 50 Werkzeuge entwickelt, die dein Schreiben sofort interessanter machen. Und eine gute Zeit gehabt!

Über den Referenten:

Ariel Hauptmeier zog viele Jahre als Reporter um die Welt. Er war Redakteur bei GEO und Textchef bei CORRECTIV und verantwortet jetzt bei Republik in Zürich die langen Erzählstücke. 2017 schrieb er für den syrischen Pianisten Aeham Ahmad dessen Autobiographie „Und die Vögel werden singen“. Er liebt es, Autoren anzustacheln, das Beste aus jedem Satz herauszuholen. Er ist der Motivator unter den Schreibtrainern. 


Aktuelle Stimmen von Teilnehmern 

Bislang habe ich keinen Kurs - auch im Studium nicht - erlebt, der so wertvolle Tips gibt. Die Art und Weise von Ariel ist einzigartig. Es ist unglaublich den Textvirtuosen bei der Arbeit zu erleben. Denn zu sehen wie Ariel in Sekunden ein Stück trockenen Brotes in einen verlockenden Leckerbissen verwandelt, läßt erstaunen und nachhaltig lernen. Das muss man selber erleben, das reine Lesen der Tips hilft da nichts.                                      Katja Engel

Welch ein Workshop! Genau was ich brauchte. Lange schrieb ich nach Gefühl, doch vermisste ich gewisse Leitplanken, die mir die Richtung weisen, wenn die Ideen versiegten (oder das Gefühl betäubt war). Die 50-Punkte-Liste befreit mich nun von diesem Problem. Sie gibt Struktur.                                                                      Flavia van Gunten

Obwohl ich mich schon lange und intensiv mit Texten und Sprache befasse, habe ich viel Neues gelernt – und das noch schön verpackt und leicht zu merken. Sätze wie "Gib deiner Sprache einen Beat" oder "ein Gedanke pro Absatz" haben sich mir schon nach dem ersten Hören eingeprägt und werden mich von nun an begleiten. Dank deiner 50 Werkzeuge fühle ich mich besser gewappnet für den nächsten Kampf mit den Buchstaben:)  Sarah Nalazak

Mir hat gefallen, wie tief wir in die Texte eingestiegen sind. Wie du uns in die Textarbeit eingebunden hast. Dass du Diskussionen zugelassen und zugleich moderiert hast. Habe in vier Stunden mehr neues Werkzeug für die eigene Arbeit in die Hand bekommen als im ganzen vergangenen Jahr. Jetzt freue ich mich auf die Arbeit damit.   Chris Köver

Ich fand es ziemlich super, man hat dir sehr gerne zugehört, man merkt, dass du ein Perfektionist bist, was Sprache angeht. Ich fand es gut, die Texte so gründlich zu beackern, weil einem erst bei der tieferen Beschäftigung mit der Materie lauter Sachen einfallen. Gut fand ich auch, wie du die Leute im Workshop beteiligt hast! Die Atmosphäre war sehr konzentriert, ruhig und produktiv, trotzdem sehr unterhaltend.                  Wolfgang Richter

Lieber Ariel Hauptmeier, ich fand Ihren Samstags-Workshop beim Reporter-Forum super. Ich habe Lust auf meinen nächsten Text bekommen. Danke dafür. Philipp Holstein

Super, super, super: die Fülle an Beispielen, das Konkrete, deine Flexibilität und Schnelligkeit, wie Du auf alles und jeden passend eingegangen bist. Das hat mir sehr sehr gut gefallen. Und mir auch Einiges gebracht, einen vertieften Blick auf Texte, die eigenen oder die anderer, über das Inhaltliche hinaus auf das Handwerkliche. Von der netten Atmosphäre ganz zu schweigen. Bernd Schuh

Lesung: Auge des Orients
27.11.2018 • Essen

Lesung: Auge des Orients

Alois Brunner oder „Hitlers Bluthund“ war als SS Offizier für den Tod von mindestens 128000 Juden verantwortlich. Nach Kriegsende tauchte er unter und floh schlussendlich nach Syrien. Dort konnte er nicht nur unbehelligt leben, sondern gab seine grausamen Foltermethoden an das syrische Regime weiter. Das Assad Regime bestritt immer etwas über den Verbleib des meist gesuchten Nazi Verbrechers zu wissen. Ibrahim Aljabin hat sich eingehend mit dem Fall Alois Brunner beschäftigt und beschreibt das Leben des Kriegsverbrechers Brunner in seinem Buch „Auge des Orients“. Aus einer Quelle des syrischen Geheimdienstes bekam Aljabin seine Informationen und schmückt diese, im Kern wahre Geschichte, mit fiktiven Elementen. Aljabin will den Leser selbst nachprüfen lassen, welche Elemente wahr sind.

Ibrahim Aljabin war ein bekannter Fernsehmoderator in Syrien. Als seine Fragen zu kritisch wurden, musste er seine Arbeit aufgeben und fliehen. Seit fünf Jahren lebt er in Deutschland und hat hier seinen Roman fertiggestellt. Heute lebt er in Dortmund und arbeitet für renommierte arabische Zeitungen. Der Roman „Auge des Orients“ wurde bereits ins Deutsche übersetzt. Im Moment ist Aljabin auf der Suche nach einem deutschen Verlag das Buch publiziert.

Gelesen wird sowohl auf Deutsch als auch auf Arabisch.


Wo? Der CORRECTIV Buchladen | Akazienallee 10 | 45127 Essen
Wann? 
Dienstag | 27. November | 19 Uhr

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عن “عين الشرق”

أشعر أن هذه الرواية قادرة على أن تنقل للقارئ الألماني الإجابة على السؤال “لماذا حدث ما حدث في سوريا؟” من جوانب اجتماعية وإنسانية وثقافية بسيطة، بعضها ساخر وبعضها الآخر مأساوي، وبعضها شديد الخطورة. لماذا؟ لأن سوريا ما زالت هي الخبر الأول في نشرات الأخبار الألمانية، ولأن مئات الآلاف من السوريين باتوا يعيشون هنا بين الألمان، لتتحول القضية السورية إلى قضية محلية ألمانية، تهم الجميع.

في “عين الشرق” تقنيات وجدت نفسي أكتب فيها قريباً من السينما. وقريباً من غونتر غراس في عمله العظيم “تقشير البصلة”، وكذلك مشهدية “بندول فوكو” لأمبرتو إيكو. ومشاعر إمري كيرتيس تجاه العالم وهو أحد الناجين من الهولوكست في أوشفيتز.

دمشق والدة الأسرار، المدينة التي عشت فيها وعشقت كل سنتمتر مربع منها، قادرة على اختصار الحكايات كلها. وكما تعيد لنا اليوم في “عين الشرق” سيرة وأسرار الضابط النازي اللاجئ في دمشق ألويس برونر التي لم تجمع من قبل في كتاب واحد باللغة الألمانية بما فيها تفاصيل حياته خلال فترة اختفائه التي امتدت أكثر من ٥٠ سنة، فإن دمشق ذاتها تقدم لنا الشرق الساحر

العظيم الذي يجتمع فيه الجمال والأديان والأفكار والحرائق أيضاً.


إبراهيم الجبين

Das gespaltene Land - Journalismus in Israel
30.11.2018 • Essen

70 Jahre Israel – Journalismus in einem gespaltenen Land

70 Jahre Israel: militärisch und wirtschaftlich ist das Land stärker denn je. Das IT-Geschäft boomt. Nicht in Orangenplantagen wird heute noch investiert, sondern in Technologieparks und Großraumbüros für Computerfreaks. Doch der Profit verteilt sich ungleich. Viel Geld geht an Wenige, und so bleibt die hohe Armutsrate von 20 Prozent seit Jahren konstant. Betroffen ist vor allem die arabische Minderheit sowie der orthodox-jüdische Sektor.

Die stark wachsende Gruppe der Ultraorthodoxen gilt als "demografische Gefahr". Mit rund 6,5 Kindern liegt die ultraorthodoxe Frau fast dreimal über dem Durchschnitt im Land. Weltliche und sehr fromme Israelis streiten über öffentliches Leben und Verkehr am Sabbat, über Wehrdienst für alle und über die Verteilung der staatlichen Ressourcen.

Der Riss, der sich durch Israels Gesellschaft zieht, macht sich fest am Grad der Religiosität und beinah parallel dazu an der Frage, wieviel Demokratie gewollt ist. Die Frommen fordern „mehr Macht den Rabbinern“ und die Nationalen „mehr Macht den Politikern“. Einig sind sich die zwei Gruppen mit dem Wunsch: „Weniger Macht für die Richter“, allen voran denen des Obersten Gerichtshofs. Beiden Gruppen konträr gegenüber stehen die Kritiker von Regierung, von Besatzungspolitik und Menschenrechtsverletzungen. Der ungelöste Konflikt mit den Palästinensern, Terror- und Kriegsgefahr prägen die Gesellschaft des jungen Staates.

Wie arbeitet eine Journalistin in dem Pulverfass Naher-Osten? Darüber wollen wir mit Susanne Knaul sprechen. Sie lebt in einem Vorort von Jerusalem und berichtet für verschiedene Printmedien aus Israel und den Palästinensergebieten.


Wo? Der CORRECTIV Buchladen | Akazienallee 10 | 45127 Essen
Wann? Freitag | 30. November | 19 Uhr

Bücher für den Weihnachtsbaum
01.12.2018 • Essen

Bücher für den Weihnachtsbaum

Die Adventszeit beginnt. Die Tage werden kürzer, kälter, und locken uns zum Schmökern. Wir wollen mit Verstand lesen und laden Sie deswegen in unseren Essener Buchladen ein zu einer Präsentation; wir zeigen Ihnen die interessantesten Sachbücher des Herbstes. Passend als Geschenk für den Weihnachtsbaum oder zum Selberlesen.

Es geht am Samstag, den 1. Dezember, mit einem Adventskaffee um 16:00 Uhr los und dauert etwa zwei Stunden. Die Plätze sind begrenzt. Also melden Sie sich an.

Der Eintritt liegt bei 5 Euro. Dafür bekommen Sie Kaffee und Kakao umsonst.

Wenn Sie selbst Bücher vorstellen wollen, können Sie das gerne tun. Melden Sie sich einfach kurz mit einer Email an, in der Sie den Titel des Buches mitteilen: david.schraven (at) correctiv.org

Wir freuen uns auf Sie und die gemütliche Schmökerzeit!

„Fake News und Lügenpresse“ - Wir wollen diskutieren
06.12.2018 • Heidelberg

„Fake News und Lügenpresse“ – Wir wollen diskutieren

Der StuRa der Universität Heidelberg  und CORRECTIV laden zur Podiumsdiskussion:

„Fake News“ sorgen für ein schwindendes Vertrauen in die großen Nachrichtenvermittler. Meldungen die Hass sähen und Vertrauen schwinden lassen sind ein allgegenwärtiges Phänomen. Warum ist das so? Was sind die Lösungsansätze? Darüber wollen CORRECTIV-Reporter Marcus Bensmann und Prof. Dr. Alexander Häntzschel von der Hochschule Heidelberg mit Ihnen diskutieren.

Umsonst & drinnen! Wir freuen uns auf Sie!

Wo? Universität Heidelberg | Große Mantelgasse 2 | 69117 | Hörsaal Heuscheuer 1
Wann? Donnerstag | 6. Dezember | 20 Uhr


Referenten:

Marcus Bensmann ist Reporter bei CORRECTIV.

Von 1994 bis 2014 arbeitete Marcus in Zentralasien, den Kaukasus, Afghanistan, Iran und Irak für deutsche, Schweizer und japanische Medien, unter anderem für den WDR, die „Neue Zürcher Zeitung“, „Shukhan Post“ und die „Tageszeitung“. Marcus berichtete von vor Ort über Kriege, Geiselnahmen, und ethnischen Unruhen. Seine Themen in Zentralasien und dem Kaukasus waren Machtmissbrauch und Korruption, sowie die Zusammenarbeit der Bundesregierung und der EU mit den Despoten. In Usbekistan und Tadschikistan darf er nicht mehr als Journalist arbeiten. Für die Herrschenden in Taschkent gilt er als „Informationsterrorist“.

Alexander Häntzschel ist Professor für Medien- und Kommunikationswissenschaften der SRH Hochschule Heidelberg und leitet als Dekan die Fakultät für Information, Medien und Design.

Nebenberuflich ist er als Kommunikationsberater für das Europainstitut der Universität Basel, als Seminarleiter für das Zentrum für Wissenschaftsmanagement sowie als Gutachter für Deutschen Akademischen Austauschdienst tätig. Zuvor leitete Alexander Häntzschel die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“ an der Universität Heidelberg, koordinierte als Teamleiter der Unternehmensgruppe SolidGround die digitale Kommunikation eines multinationalen Konzerns im deutschsprachigen Raum und berichtete als Journalist in einem Redaktionsbüro aus und über Südostasien.