CORRECTIV veranstaltungen

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CORRECTIV lädt ein

Mit unseren regelmäßigen Veranstaltungen möchten wir alle Interessierten einladen, bei Lesungen, Workshops und Diskussionsrunden neue Informationen und Anregungen zu gewinnen und sich am Austausch mit Referenten und Gästen zu beteiligen.

Über Echsenmenschen, die BRD GmbH und andere Verschwörungstheorien
31.01.2019 • Essen

Über Echsenmenschen, die BRD GmbH und andere Verschwörungstheorien

Echsenmenschen, Chemtrails, Aliens, Schulmedizin oder die BRD GmbH liefern Antworten auf Missstände und Schicksalsschläge. In den sozialen Medien verbreiten sich solche Verschwörungstheorien rasend schnell und profitieren vom Vertrauensverlust in die etablierten Medien. Die Delegitimierung der Herrschenden ist dabei ein Kernelement von Verschwörungstheorien – ob bewusst oder unbewusst.

Im gleichen Maße wie Verschwörungstheorien Misstrauen in die Grundlagen der Offenen Gesellschaft säen, entziehen sie sich in ihrer quasi-glaubenshaften Struktur dem aufklärerischen Diskurs. Verschwörungstheorien sind nicht nur ein Zeitvertreib von komischen Menschen, sondern über die rechtspopulistischen Parteien wie die AfD sind deren Thesen in den Parlamenten und in den Wahlkämpfen angekommen. Abgrenzen, ignorieren oder resignieren – wie begegnet man Verschwörungstheorien?

Das Thema Verschwörungstheorien begleitet die Informations- und Beratungsarbeit von Sekteninfo NRW schon seit der Gründung vor 35 Jahren. In neuerer Zeit gibt es immer mehr Anfragen zum Thema Reichsbürger und Selbstverwalter. Wir wollen mit Geschäftsführerin Sabine Riede und Christoph Grotepass sprechen. Was bedeutet es für das soziale Umfeld, wenn Angehörige keine Steuern mehr zahlen und nicht mehr nach den Regeln unserer Gesellschaft speilen? Was entgegnet man den Pseudo Wahrheiten?

Der CORRECTIV Reporter Marcus Bensmann wird sie durch den Abend leiten. Er recherchierte über den Abschuss der MH17, Putins Korruption, Geheimnisverrat und zu dem Skandal um gepanschte Krebsmittel aus Bottrop. Seit 2016 arbeitet er zur AfD, zu deren Finanzierung, Machtkämpfen und deren Verstrickungen ins völkische Lager.

Auf eine Shisha mit Suat Yilmaz – Live
07.02.2019 • Essen

Auf eine Shisha mit Suat Yilmaz – Live

Auf eine Shisha mit Suat Yilmaz - Live

Über 6000 Kilometer reiste unser Reporter Hüdaverdi Güngör durch die gesamte Bundesrepublik, um sich mit türkischstämmigen Menschen zu treffen und mit ihnen über ihr Leben sprechen. Es ging um alltägliche Probleme und Ängste, die sie auch noch nach 60 Jahren deutsch-türkischer Integrationsgeschichte bewegen. Daraus ist die 20-Teilige Webserie „Auf eine Shisha mit…“ entstanden. Nun erweitern wir das Format um Diskussionsabende auf der Bühne.

Unser Reporter Hüdaverdi Güngör empfängt ab sofort in regelmäßigen Abständen Gäste in unserem Essener Café und Buchladen sowie in unserem Studio in Berlin. Wir möchten damit die Chance geben, mit den verschiedensten Protagonisten vor Ort zu diskutieren und sich auszutauschen. Die Eröffnung der Talkrunde macht Suat Yilmaz in Essen. Der Sozialwissenschaftler baute das erste Talentscouting Programm in Deutschland für sozial benachteiligte Menschen auf. Im Oktober 2016 veröffentlichte er sein Buch „Die große Aufstiegslüge: Wie unsere Kinder um ihre Zukunft betrogen werden“. Heute ist Yilmaz Leiter der landesweiten Koordinierungstelle Kommunale Integrationzentren in NRW. Er selbst stammt aus einer türkischen Gastarbeiter-Familie und schaffte den sozialen Aufstieg. Wie sein Werdegang aussah, welchen Hürden er dabei begegnete und wieso unsere Kinder um ihre Zukunft betrogen werden, möchten wir gemeinsam mit ihm und Euch in einer Mischung aus Lesung und Diskussion bei einer Shisha in unserem Essener Buchladen erfahren.

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Donnerstag, 7. Februar 2019 | 19 Uhr

CORRECTIV Buchladen
Akazienallee 10
45127 Essen



50 Werkzeuge für bessere Sätze
23.02.2019 • Berlin

50 Werkzeuge für bessere Sätze

Worum geht's?

Ein Praxis-Workshop für Redakteurinnen und Reporter, Werberinnen und Pressesprecher, Wissenschaftlerinnen und Blogger, Aktivistinnen und Studenten. 

Dieses Seminar will Ihrer Sprache ihre Tiefe zurückgeben. Ihre Schönheit. Hier soll es, ganz vermessen, darum gehen, interessanter zu schreiben. Rhetorischer. Rhythmischer. Ausdrucksvoller.

Zunächst besprechen wir die Stärken und die Schwächen Ihrer Texte, schauen, was Sie ändern können, damit Sie durchdringen. Gemeinsam redigieren wir ausgewählte Passagen live am Beamer, und glauben Sie mir: Noch jeder ist bei dieser Kritik gewachsen. Und hat sich danach größer, nicht kleiner gefühlt.

Danach stelle ich Beispiele interessanter Sprache vor. Zusammen analysieren wir deren Mechanik. Warum wirkt dieser Text so und jener anders? Wie lässt sich das benennen? Was ist das Grundprinzip des Erzählens? Es sind Beispiele aus der Literatur und aus dem Journalismus. Das sind unsere Blaupausen.

Schon beginnt die Praxis: Allein, gemeinsam und in Zweierteams schreiben wir eigene Texte nach diesen Vorlagen um. Schlüpfen in die Haut anderer Sprachstile, spielen mit den Ausdrucksformen – und stimulieren so unsere Schreibmuskeln.

Am Ende dieses Wochenendes haben wir gemeinsam jene 50 Werkzeuge entwickelt, die dein Schreiben sofort interessanter machen. Und eine gute Zeit gehabt!

Über den Referenten:

Ariel Hauptmeier zog viele Jahre als Reporter um die Welt. Er war Redakteur bei GEO und Textchef bei CORRECTIV und verantwortet jetzt bei Republik in Zürich die langen Erzählstücke. 2017 schrieb er für den syrischen Pianisten Aeham Ahmad dessen Autobiographie „Und die Vögel werden singen“. Er liebt es, Autoren anzustacheln, das Beste aus jedem Satz herauszuholen. Er ist der Motivator unter den Schreibtrainern. 


Aktuelle Stimmen von Teilnehmern 

Bislang habe ich keinen Kurs - auch im Studium nicht - erlebt, der so wertvolle Tips gibt. Die Art und Weise von Ariel ist einzigartig. Es ist unglaublich den Textvirtuosen bei der Arbeit zu erleben. Denn zu sehen wie Ariel in Sekunden ein Stück trockenen Brotes in einen verlockenden Leckerbissen verwandelt, läßt erstaunen und nachhaltig lernen. Das muss man selber erleben, das reine Lesen der Tips hilft da nichts.                                      Katja Engel

Welch ein Workshop! Genau was ich brauchte. Lange schrieb ich nach Gefühl, doch vermisste ich gewisse Leitplanken, die mir die Richtung weisen, wenn die Ideen versiegten (oder das Gefühl betäubt war). Die 50-Punkte-Liste befreit mich nun von diesem Problem. Sie gibt Struktur.                                                                      Flavia van Gunten

Obwohl ich mich schon lange und intensiv mit Texten und Sprache befasse, habe ich viel Neues gelernt – und das noch schön verpackt und leicht zu merken. Sätze wie "Gib deiner Sprache einen Beat" oder "ein Gedanke pro Absatz" haben sich mir schon nach dem ersten Hören eingeprägt und werden mich von nun an begleiten. Dank deiner 50 Werkzeuge fühle ich mich besser gewappnet für den nächsten Kampf mit den Buchstaben:)  Sarah Nalazak

Mir hat gefallen, wie tief wir in die Texte eingestiegen sind. Wie du uns in die Textarbeit eingebunden hast. Dass du Diskussionen zugelassen und zugleich moderiert hast. Habe in vier Stunden mehr neues Werkzeug für die eigene Arbeit in die Hand bekommen als im ganzen vergangenen Jahr. Jetzt freue ich mich auf die Arbeit damit.   Chris Köver

Ich fand es ziemlich super, man hat dir sehr gerne zugehört, man merkt, dass du ein Perfektionist bist, was Sprache angeht. Ich fand es gut, die Texte so gründlich zu beackern, weil einem erst bei der tieferen Beschäftigung mit der Materie lauter Sachen einfallen. Gut fand ich auch, wie du die Leute im Workshop beteiligt hast! Die Atmosphäre war sehr konzentriert, ruhig und produktiv, trotzdem sehr unterhaltend.                  Wolfgang Richter

Lieber Ariel Hauptmeier, ich fand Ihren Samstags-Workshop beim Reporter-Forum super. Ich habe Lust auf meinen nächsten Text bekommen. Danke dafür. Philipp Holstein

Super, super, super: die Fülle an Beispielen, das Konkrete, deine Flexibilität und Schnelligkeit, wie Du auf alles und jeden passend eingegangen bist. Das hat mir sehr sehr gut gefallen. Und mir auch Einiges gebracht, einen vertieften Blick auf Texte, die eigenen oder die anderer, über das Inhaltliche hinaus auf das Handwerkliche. Von der netten Atmosphäre ganz zu schweigen. Bernd Schuh